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Album der Woche: Khruangbin – A La Sala

“A La Sala” ist das vierte Solo-Album der texanischen Psychedelic-Rockband Khruangbin. Der spanische Titel des Albums bezieht sich auf eine Familien-Anekdote der Bassistin Laura Lee Ochoa. So rief sie als Kind immer „A La Sala“, was auf Deutsch so viel bedeutet wie „Zum Zimmer“, um ihre Familie gemeinsam im Wohnzimmer zu versammeln. Auch auf ihrem neuen Album versammelt sich Ochoa mit Gitarrist Mark Speer und Schlagzeuger Donald „DJ“ Johnson, um in freundschaftlicher Intimität, pointiert melancholisch zu musizieren. Ochoas Bass und Speers Gitarre sind auch nach 14 Jahren Bandgeschichte unheimlich warm und sensibel aufeinander abgestimmt, während Johnsons Schlagzeug wie ein Metronom Takt und Tempo bestimmt. Drei der 12 Songs kommen diesmal jedoch ganz ohne Schlagzeug und Gesang aus. Der Instrumentaltitel „Farolim de Felgueiras“ spielt beispielsweise auf einen portugiesischen Leuchtturm an. Speers verträumtes Gitarrenspiel wirkt hier fast wie der Filmsoundtrack eines wehmütigen Liebesfilms.

Auf Songs wie May Ninth schafft Ochoas und Speers Doppelgesang dagegen fast eine Dream-Pop-artige Soundkulisse, wohingegen das treibende Stück Pon Pón durch Orchoas geflüsterten Sprechgesang und Johnsons Drums an Schärfe und Tempo gewinnt.

Mit „A La Sala“ veröffentlichen Khruangbin weniger charttaugliche Popsongs als noch auf ihrem Vorgängeralbum. Dafür öffnen die drei Schulfreunde aus Houston sich umso flächigeren Klangwelten, die wieder mehr nach Ritt durch eine Wüste klingen als nach Radio-Hit. Khruangbins Reise ist eine einzigartige, die sich auf interne Inspirationen und eine Vielzahl von Visionen verlässt. Und so streben die drei Musiker:innen statt nach Höhe und Größe vielmehr nach musikalischer Tiefe und Bedeutung.

„A La Sala“ ist am 05. April auf dem Label Dead Oceans erschienen.

Das Album der Woche gibt es täglich um 10:40 Uhr und 15:40 Uhr im Radioprogramm von Oldenburg Eins. Jeden Tag der Woche spielen wir ein neues Lied der Platte.

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