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Album der Woche: St. Vincent – Daddy’s Home

„Daddy’s Home“ ist das sechste Album der amerikanischen Sängerin und Gitarristin Annie Clark, besser bekannt als St. Vincent. Sie stammt aus Tulson, Arizona und hat am Berklee College Of Music in Boston Musik studiert. Nach drei Jahren verließ sie die Uni und begann als Gitarristin für Sänger Sufjan Stevens und die Band Polyphonic Spree zu arbeiten.

2006 veröffentlichte sie ihre erste Platte als St. Vincent und hat sich seitdem als eine der wichtigsten amerikanischen Pop-Künstlerinnen unserer Zeit etabliert. Nach dem vielumjubelten Avantgarde-Popalbum „Masseduction“ macht sie mit ihrer neuen Platte fast so etwas wie eine musikalische Kehrtwende.

Musik, Design, Kleidung und Bühnenauftritte orientieren sich jetzt thematisch am Sound der 70er Jahre und damaligen Lebensstil in der US-Großstadt New York. Zitate aus Funk, Progressive Rock und Seventies-Pop mischen sich mit ihren typischen und irgendwie immer aus dem Rahmen fallenden Sounds und Arrangements, veredelt wird das Ganze dann durch ihr schon fast klassisches E-Gitarrenspiel. Der Titel des Albums „Daddy’s Home“ ist eine Anspielung auf ihren Vater, der seit 2010 Jahre wegen Wirtschaftskriminalität im Gefängnis saß und tatsächlich erst vor kurzem wieder nach Hause kam.

St. Vincent wirft sich mit voller Wucht zurück in den Sound und die Ästhetik der siebziger Jahre. Nur scheinbar kommt dabei autobiografisches in den Songs zum Tragen, denn in Wirklichkeit erzählt sie uns clevere Geschichten über das Jetzt, verkleidet in die Musik von damals. Eine der wandlungsfähigsten und talentiertesten Künstlerinnen unserer Zeit kehrt mit einem sehr überraschenden und zugleich rätselhaften Pop-Meisterwerk zurück.
„Daddy’s Home“ von St. Vincent ist am 14.05. Freitag erschienen.

Homepage: St. Vincent

Das Album der Woche gibt es täglich um 10:40h und 15:40h im Radioprogramm von Oldenburg Eins. Jeden Tag der Woche spielen wir ein neues Lied der Platte.