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Album der Woche: Mdou Moctar – Afrique Victime

Der Gitarrist und Sänger Mdou Moctar aus Niger gehört zu einer Reihe von nordafrikanischen Rockmusikern, die dem Bereich des Desert Rock und des Tuareg Rock zugeordnet werden.  Bands wie Tinariwen und Imarhan erfreuen sich ja seit vielen Jahren schon weltweit großer Beliebtheit bei Indierockfans. Sie werden mittlerweile auch tatsächlich als Rockbands wahrgenommen und nicht mehr in die fragwürdige Schublade „Weltmusik“ einsortiert.

Mdou Moctar macht schon seit rund 15 Jahren Musik und ist in seiner Heimat auch als Produzent, Schauspieler und Filmemacher bekannt. Seinen Durchbruch hatte er mit dem 2019 in Detroit in den USA produzierten Album „Ilana: The Creator“. Daraufhin folgte eine umfassende Welttournee mit zahlreichen Auftritten bei großen Rockfestivals.

Die neuen Songs sind zum großen Teil auch während dieser Tour geschrieben worden und als Demos in Hotelzimmern oder Backstage bei Auftritten entstanden. Die endgültigen Aufnahmen der Tracks und der letzte Schliff in der Produktion geschahen dann aber in Mdou Moctars eigenem Studio. Er lebt und arbeitet in der kleinen Stadt Agadez im Niger – eine kleine Oase mitten in der Sahara.

Mdou Moctar und seine Band spielen eine mitreißend-magische Kombination aus Desert Rock, Psychedelic Rock und traditionellen Sounds. Der Stil großer westlicher Rockmusik schimmert immer mal wieder durch, so nennt der Begleittext zum Album denn auch den Rock von Van Halen, den Punk von Black Flag oder Reggea von Black Uhuru als Einflüsse. So oder so gehört der Gitarrist aus Niger zu den aktuell wohl wichtigsten Rockmusikern Afrikas – eine Stellung die er mit den Songs auf „Afrique Victime“ auch eindrucksvoll untermauert.

„Afrique Victime“ von Mdou Moctar ist am 21.05. erschienen.

Homepage: Mdou Moctar

Das Album der Woche gibt es täglich um 10:40h und 15:40h im Radioprogramm von Oldenburg Eins. Jeden Tag der Woche spielen wir ein neues Lied der Platte.