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Album der Woche: Editors – EBM

“EBM” ist das siebte Album der britischen Indierockband Editors. Die Musik der bereits vor zwanzig Jahren gegründeten Gruppe war zunächst stark beeinflusst von Post-Punk und New Wave-Bands wie Joy Division und Echo & The Bunnymen. Die frühen Songs der Band sind eher gitarrenorientiert, später entwickelte sich ihr Sound immer mehr in Richtung Bombast und Elektronik. Ihre Alben sind regelmäßig auf den vorderen Plätzen der britischen Charts zu finden; zwei ihrer Platten haben mittlerweile Platinstatus.

Die Gruppe um Sänger Tom Smith ist mittlerweile ein Sextett, denn neu dabei ist der britische Elektronikmusiker Benjamin John Power, der als Blanck Mass auch schon fünf eigene Alben veröffentlich hat. Mit ihm hatten sich die Editors 2018 beim Album „Violence“ erstmals zusammengetan und kurz darauf auch die gemeinsamen „Blanck Mass Sessions“ eingespielt.

Und das hat wohl so gut funktioniert, dass er jetzt eben ein festes Bandmitglied geworden ist. Sein Einfluss ist auf „EBM“ deutlich hörbar, die neuen Songs sind stark elektronisch geprägt und haben einen fast schon tanzbaren Indierockappeal, dazu kommen noch düstere New Wave-Sounds. Kein Wunder, denn der Titel „EBM“ ist eine Anspielung auf die „Electronic Body Music“, eine Musikrichtung der achtziger Jahre, welche Synthiepop, Industrial und Postpunk miteinander verbunden hat.

Elektronik, New Wave, Pop, Indierock und Bombast zeichnen wie bei den Editors gewohnt auch das neue Album aus. Die Verstärkung durch Blanck Mass sorgt aber für einen frischen Wind in Komposition und Instrumentierung. Die Editors klingen poppig und mitreißend wie lange nicht mehr und haben es zugleich geschafft einen musikalischen Bogen zurück zu ihren ganz frühen und dunkel schimmernden Ohrwürmern zu spannen.

„EBM“ von den Editors ist am letzten Freitag erschienen.

Homepage: Editors

Das Album der Woche gibt es täglich um um 10:40h und 15:40h im Radioprogramm von Oldenburg Eins. Jeden Tag der Woche spielen wir ein neues Lied der Platte.