“Night Light“ ist das siebte Album der britischen Indierockband White Lies. Die Gruppe wurde 2007 von den beiden Schulfreunden Charles Cave und Jack Lawrence-Brown gegründet. Sänger Harry McVeigh komplettierte kurz darauf das Trio aus dem Londoner Stadtteil Ealing. Der große Durchbruch kam zwei Jahre später mit dem Debütalbum „To Lose My Love“.
Der Sound der Band ist eine Mischung aus Indierock, Postpunk und Achtziger-Jahre-Pop. Zunächst waren sie im Zuge des Postpunk-Revivals der späten Nullerjahre mit Bands wie Interpol, Editors oder The National sehr erfolgreich. Mittlerweile haben sie sich als Rockband mit einer festen Fangemeinde etabliert und sind regelmäßig weltweit auf Tour.
Für „Night Light“ haben sie den üblichen Aufnahme Prozess auf den Kopf gestellt. Statt Songs im Studio zu entwickeln und sie dann auf der Tour erst so richtig mit Leben zu füllen, haben sie die Songs diesmal ausführlich im stillen Kämmerlein live gespielt, bevor sie dann zu den endgültigen Aufnahmen ins Studio gegangen sind. Außerdem haben sie sich mit Seth Evans einen Keyboarder als vierten Mann dazu geholt und ihren Sound ganz leicht um Elemente aus Disco, Prog-Rock und Electronica erweitert.
Die „Notlügen“ aus London haben ihren eingängigen Indiepop auf dem siebten Album nur sehr behutsam verändert und weiterentwickelt. Im Gesamtbild bleibt alles bei der erfolgreich erprobten Formel von hymnischen Indierock mit leicht elektronischer Einfärbung. Radiotaugliche Ohrwürmer sind auch dabei, wie das von Krautrock-Motorik angetriebene „Nothing On Me“ oder die eigenwillig elektronisch groovende Artpop-Single „Keep Up“.
„Night Light“ von den White Lies ist am 7. November erschienen.
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